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Liebe SolarfreundInnen,

herzlich willkommen bei unserem SolarPavillon, einer gemeinsamen Unternehmung von Ökostadt e.V. und dem Pavillon.

Es begann im Sommer 1998
mit unseren ersten Gedanken über eine Solaranlage auf dem doch sehr großen Flachdach des Pavillons. Am 7. Juli 2000 konnten wir den SolarPavillon, so nennen wir unser Vorhaben, mit vielen solar-begeisterten FreundInnen und Förderern feierlich einweihen. Im Herzen der Landeshauptstadt Hannover steht nun eine Solaranlage, die weithin Aufmerksamkeit erregt und dank Treppe und Steg zu Begehungen in die Mitte des Geschehens einlädt.
Vor dem Pavillon liegt der gelbe Gorleben-Stein. Er erinnert an den legendären Gorleben-Treck, an dem 1979 über 100.000 Menschen teilnahmen. Sie demonstrierten gegen Atomkraft und das Atomendlager in Gorleben. Gut 20 Jahre später finden Sie nun eine der Alternativen zur Atomenergie auf dem Dach des Pavillons: die unendliche Energie der Sonne.
Vielleicht wird ja der SolarPavillon zu einem Symbol für die SolarRegion Hannover. Daher möchten wir an dieser Stelle all jenen Engagierten vor und hinter den Kulissen ganz herzlich für ihre Unterstützung danken.

Fakten und Zahlen zur Solaranlage
Der SolarPavillon fängt mit 396 Fotovoltaik-Modulen aus polykristallinem Silizium auf einer Fläche von 430 qm sonnige Energie ein. Davon sind 133 Module auf der Sonnenscheibe von unten gut sichtbar mit einer durchsichtigen Folie ausgestattet. Die anderen 263 Module sind auf dem Dach installiert. Jedes einzelne Modul (73x145 cm) hat eine Leistung von 120 Watt. Jeweils 8 Module sind in Reihe geschaltet und bilden einen String. 6 bzw. 7 Strings sind auf einen Generatoranschlusskasten geschaltet, der direkt mit einem Wechselrichter verbunden ist. Insgesamt sind 8 Wechselrichter vorhanden, die den von den Modulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln. Zusammen ergibt das eine Spitzenleistung von 47,52 kWp. Wir rechnen pro Jahr mit ca. 36.000 erzeugten Kilowattstunden. Die Anlage hat 1,1 Mio. DM gekostet. 4000 m Solarkabel wurden verlegt. Die Stahlkonstruktion der Sonnenscheibe besteht aus einem Bock mit 4 Stützen, die im Café Mezzo verankert sind. Die Stahlkonstruktion wiegt ca. 11 Tonnen.

Aktuelles Ergebnis: (Stand 09.07.07)
erzeugte Energiemenge:
232.498  kwh (seit April 2000)
vermiedene Kohlendioxidmenge: ca. 160 Tonnen


Wohin fließt der erzeugte Strom?
Der erzeugte Sonnenstrom wird in den Pool der Naturstrom AG, Düsseldorf aufgenommen. Die Naturstrom AG bietet VerbraucherInnen bundesweit die Möglichkeit, ihre Strommenge zu 100% aus erneuerbaren Energien (Wasser-, Wind-, Biomasse- und Sonnenenergie) und ausschließlich in Neuanlagen erzeugen zu lassen. Die Naturstrom AG, ausgezeichnet mit dem Deutschen Solarpreis 1999, kooperiert u.a. mit den Stadtwerken Hannover und stellt für enercity & care-Kunden den Strom bereit.

Und in Zukunft?
Mit den Einnahmen aus dem Stromverkauf wird der SolarPavillon finanziert. Wir erhalten dank des Erneuerbaren Energie Gesetzes, kurz EEG, zwanzig Jahre lang, 0,506 EUR (= 99 Pf.) pro eingespeister Kilowattstunde. Spätere Überschüsse werden für die Verbreitung der teilSolar-Initiative, Energiesparmaßnahmen im Pavillon, Aktivitäten zur Förderung regenerativer Energien und Planungen zum Weiterbau des SolarPavillons verwendet.


"Erneuerbare Energien sind unerschöpflich. Sie zerstören nicht die Umwelt. Sie sind überall verfügbar. Sie sichern den Frieden. Sie ermöglichen unabhängige Entwicklungen und eine gerechtere Verteilung wirtschaftlicher Chancen. Ihre Nutzung ermöglicht Solidarität mit den kommenden Generationen. Sie sichern die Zukunft der Menschheit."
(Hermann Scheer,
Träger des Alternativen Nobelpreises 1999)


Wenn Sie den Pavillon einmal besuchen,
finden Sie im Café Mezzo sowie im Foyer des Hauses weitere Informationen über Solarenergie. Desweiteren zeigen Ihnen verschiedene LED-Displays die aktuellen Leistungen der Solaranlage an: die bislang erzeugte Energiemenge in kWh (Kilowattstunden),die momentane Leistung in kW (Kilowatt), die aktuelle Sonneneinstrahlung in Watt pro qm sowie die vermiedene Menge des Kohlendioxid (CO2) in Tonnen, die sonst durch Kraftwerke (fossil, atomar) erzeugt würde.

Solar hautnah
Begehungen der Anlage sind über die Treppe und den Steg möglich. Für Besichtigungen in größeren Gruppen oder Besonderheiten fragen Sie bitte im Pavillon unter Tel. 0511 / 23 55 55-0 oder per Email: uwe.kalwar(at)pavillon-hannover.de

Solar by Night
Dank der Fa. Hellux-Leuchten, Laatzen, strahlt die Sonnenscheibe auch in der Dunkelheit. Vier nur 150 Watt starke Strahler geben der Sonnenscheibe auch in den späten Abendstunden das gewisse Etwas.

Hat Sie das Solarfieber erwischt?
Sie haben kein Dach und möchten doch Mit-BesitzerIn einer Solaranlage sein? Das könnte demnächst klappen. Hannover hat viele öffentliche Gebäude mit hervorragenden Dachflächen für Solaranlagen. Mit dem Projekt teilSolar können Sie teilEigentümerIn einer solchen Anlage werden. Eine erste Anlage befindet sich auf dem Dach der Niedersächsischen Landesbibliothek. Weitere Vorhaben sind "in Arbeit".
Interesse? Einfach anrufen: Tel. 0511 / 169 02 90.
teilSolar ist eine Idee von Ökostadt e.V. Hannover.


"Hätte die Sonne die Größe eines Tennisballes, wäre die Erde so groß wie ein Stecknadelkopf. Sie würde 15 Meter entfernt kreisen. Dennoch strahlt die Sonne an einem Tag mehr Energie auf die Erde, als die gesamte Weltbevölkerung in einem Jahr verbraucht."


Danke!
Der SolarPavillon wurde gefördert durch: proKlima, Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur-LAGS, Hannover-Stiftung der Stadtsparkasse Hannover, Kommunalverband Großraum Hannover, Spenden solar-begeisterter BürgerInnen, den Solartaler (= 1 DM), der im Jahr 2000 bei allen Veranstaltungen im Pavillon im Eintrittspreis enthalten war und einen KfW-Kredit im Rahmen des 100.000 Dächer Programms des Bundes.

Dank auch an die beteiligten Firmen
Planung:
Objekt- und Tragwerksplanung:
Ingenieurgruppe Tokarz, Frerichs, Leipold,
Tel. 0511 851811
Fotovoltaik- und Messtechnik:
Gerd Pommerien, Tel. 0511 9215559
Baugestalterische Beratung:
M. und R. Voltmer, Tel. 0511 557272

Ausführung:
Stahlbau:
Huno, Salzgitter, Tel. 05341 81530
Fotovoltaikanlage:
Corona Solar GmbH, Hannover, Tel. 0511 924795-0
Betonarbeiten:
Kellner, Laatzen, Tel. 05102 93680
Dacharbeiten:
Holzapfel, Hannover, Tel. 0511 9549-0

Zu guter Letzt noch eine "betrübliche" Meldung:
Kein Öl mehr in 40 Jahren ...
Keine Kohle mehr in 150 Jahren ...
Und Solarenergie ist in 4.000.000.000 Jahren auch schon alle.
(aus: Photon ­ das Solarstrom-Magazin)